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Neue Flugfeldklinik öffnete ihre Türen für neugierige Besucher – Tag der Baustelle 2026

Einblicke in Patientenzimmer, Notaufnahme und Gebäudetechnik. Beim Tag der offenen Baustelle am 24. Oktober konnten Besucher den Baufortschritt des neuen Flugfeldklinikums in Böblingen erleben. Neben dem beeindruckenden Gebäude standen auch die künftigen Krankenhausabläufe, die Arbeit des Rettungsdienstes und die richtige Anlaufstelle bei gesundheitlichen Beschwerden im Mittelpunkt.

Am Samstag, 24. Oktober 2026, öffnete die neue Flugfeldklinik in Böblingen von 11 bis 16 Uhr ihre Baustellentüren für die Öffentlichkeit. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über den Baufortschritt und die künftigen Abläufe im Krankenhaus zu informieren. Bei einem Rundgang konnten bereits fertiggestellte Patientenzimmer besichtigt und erste Einblicke in die künftige Zentrale Notaufnahme gewonnen werden. Ein Audioguide führte an neun Stationen durch das Informationsangebot.

Das Pflegeteam des Klinikverbunds Südwest erläuterte, wie die Versorgung und die Arbeitsabläufe in der neuen Klinik künftig gestaltet werden sollten. Technikinteressierte erhielten bei Führungen durch die Lüftungszentrale auf dem Dach Einblicke in die Be- und Entlüftung des Gebäudes. Auch die Rettungsdienste waren vertreten: Besucher konnten einen Rettungswagen von innen besichtigen und sich über das richtige Verhalten in Notfällen informieren. Schätzungen zufolge sollte der Hubschrauberlandeplatz künftig rund 150 Landungen pro Jahr ermöglichen. Klinikclowns sorgten für Unterhaltung, außerdem gab es Angebote für Kinder sowie einen Imbiss und Getränke.

Ein Krankenhaus mit beeindruckenden Dimensionen

Die verteilten Informationsflyer verdeutlichten die Größe des Bauprojekts. Das Gebäude war rund 230 Meter lang und 140 Meter breit. Der Hubschrauberlandeplatz befand sich in etwa 26 Metern Höhe. Für den Bau wurden unter anderem rund 13.000 Tonnen Betonstahl und 78.000 Kubikmeter Stahlbeton benötigt. Hinzu kamen etwa 16.000 Glasfaserkabel und 39.000 Datenanschlüsse.

Für den späteren Klinikbetrieb waren rund 2.300 Beschäftigte, 700 Betten, 13 Operationssäle und 22 Stationen vorgesehen. Die Nutzfläche sollte etwa 51.000 Quadratmeter betragen.

Bis zur Eröffnung blieb die medizinische Versorgung auf die beiden bestehenden Klinikstandorte in Sindelfingen und Böblingen verteilt. In Sindelfingen lagen unter anderem die Schwerpunkte Neurologie, Herzmedizin, Nieren- und Harnwegserkrankungen sowie Unfall- und Knochenheilkunde. In Böblingen wurden unter anderem Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, Bauchchirurgie, Frauenheilkunde und Kinderheilkunde versorgt.

Wann ist welche Anlaufstelle die richtige?

Ein wichtiger Teil der Veranstaltung widmete sich auch der Frage, wohin sich Patienten bei gesundheitlichen Beschwerden wenden sollten. Das Team der Zentralen Notaufnahme erklärte, dass nicht jede Erkrankung einen Besuch in der Notaufnahme erforderte.

Bei akuten lebensbedrohlichen Beschwerden wie starken Brustschmerzen, Atemnot, Bewusstlosigkeit, starke Benommenheit, Lähmungserscheinungen, Sprach- und Sehstörungen, Krampfanfall, starken Blutungen, schweren allergischen Reaktionen,  schwere Verletzungen und starken Schmerzen ist der Rettungsdienst unter der Telefonnummer 112 und die Notaufnahme die richtige Anlaufstelle.

Bei dringenden, aber nicht lebensbedrohlichen Beschwerden hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 weiter. Dazu konnten beispielsweise hohes Fieber, starke Halsschmerzen, Harnwegsinfekte oder Magen-Darm-Beschwerden gehören.

Für alltägliche Infekte, Rezepte, Krankschreibungen, Vorsorgeuntersuchungen und chronische Beschwerden blieben der Hausarzt beziehungsweise der Kinderarzt die ersten Ansprechpartner.

Was bedeutete Triage?

Auch der Begriff Triage wurde bei der Veranstaltung erläutert. Dahinter verbirgt sich die strukturierte Einschätzung der Dringlichkeit einer Behandlung in der Notaufnahme. Speziell geschulte Pflegekräfte beurteilen anhand der Beschwerden und des Gesundheitszustands, wie schnell eine medizinische Versorgung erforderlich ist.

Beim Triage Algorithmus Emergency Severity Index (ESI) werden Patienten fünf Dringlichkeitsstufen zugeordnet, die durch die Farben Rot, Orange, Gelb, Grün und Blau gekennzeichnet sind. Rot steht für eine sofort notwendige Behandlung, während bei weniger dringlichen Beschwerden längere Wartezeiten möglich sind. Entscheidend ist damit nicht allein die Reihenfolge des Eintreffens, sondern vor allem die medizinische Dringlichkeit.

Der Tag der offenen Baustelle bot damit nicht nur einen Blick auf den baulichen Fortschritt der neuen Flugfeldklinik. Er vermittelte auch einen Eindruck davon, wie Technik, Pflege, Notfallversorgung und medizinische Abläufe künftig zusammenspielen sollten.

Bericht / Fotos Helmut Werner
Infomationen Flugfeldklinikum

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Tag der Baustelle – Einblick in die neue Flugfeldklinik Böblingen

Medizin braucht Fortschritt – Gesundheitscampus Flugfeld

Es wird viel Werbung für das neue Flugfeldklinikum gemacht – ein hochmodernes gemeinsames Krankenhaus für Böblingen und Sindelfingen!
Beide Städte gehören zum Klinikverbund Südwest. Doch was ist dann mit Calw, Herrenberg, Leonberg und Nagold? Wenn dort eingespart oder verkleinert wird, könnte das neue Klinikum auf dem Flugfeld schon bald an seine Kapazitätsgrenzen stoßen.
Noch jedoch scheint alles im grünen Bereich zu sein.

Das gesamte Grundstück des Klinikneubaus umfasst rund 50.000 Quadratmeter. Auch wenn mit „kurzen Wegen für optimale Betriebsabläufe“ geworben wird – das Gebäude misst immerhin 220 Meter in der Länge und 140 Meter in der Breite.

Nach der Fertigstellung wird das Klinikum über 13 voll ausgestattete Operationssäle, 700 Betten auf 22 Stationen und rund 2.200 Mitarbeitende verfügen. Die Patientenzimmer befinden sich in drei H-förmigen Gebäudeteilen, die sich in Richtung des Langen Sees ausrichten – jeweils an den Außenseiten der Baukörper.

Geplant sind etwa 37.000 ambulante Patienten pro Jahr. Zwei Parkhäuser mit insgesamt 1.500 Stellplätzen sollen ausreichend Platz für Besucherfahrzeuge bieten.

Tag der Baustelle

Schon von weitem beeindruckt der riesige Rohbau am Flugfeld – und am Tag der Baustelle bot sich vielen Besuchern die seltene Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des entstehenden Gesundheitscampus zu werfen.

Am „Tag der Baustelle“ wurden insgesamt 18 Führungen angeboten – alle waren restlos ausgebucht. Mit jeweils rund 60 Besucherinnen ging es vom Erdgeschoss über das Treppenhaus in das erste Obergeschoss, quer durch das Gebäude. Dabei bot sich ein spannender Einblick in das zukünftige Krankenhaus mit Notaufnahme, Patientenzimmern, OP-Bereichen und der Kinderklinik. Die Führungen wurden von Bauexperten und Architekten begleitet, die die verschiedenen Bereiche erläuterten und gerne für Fragen zur Verfügung standen.

Landrat Roland Bernhard war auch nahezu den ganzen Tag über persönlich vor Ort.

Mit dem Bau des Flugfeldklinikums geht der Klinikverbund einen wichtigen Schritt in Richtung Zukunft der medizinischen Versorgung. Die rege Beteiligung am Tag der Baustelle zeigt, das Interesse und die Erwartungen der Bevölkerung sind groß.

Bericht / Fotos Helmut Werner

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Grundsteinlegung Strahlentherapiezentrum Leonberg – 19.6.2018

19.6.2018, Leonberg, Krankenhaus Leonberg, Grundsteinlegung Strahlentherapiezentrum.

Wenn es um Sachen Krankenhäuser im Landkreis Böblingen geht schlagen schnell die Wellen hoch. Schließung von Klinikstandorten, Bettenabbau in Leonberg, Neubau der Flugfeldklinik usw. Da scheint der „Mensch“ zu einer Art Ware zu verkommen. Hoffnung bringt evtl. diese Grundsteinlegung.

Zur Grundsteinlegung des Strahlentherapiezentrums sind jedenfalls alle gekommen. Josef H. Hoen, Geschäftsführer ISP Vermietungs-GmbH, Landrat Roland Bernhard, Aufsichtsratsvorsitzender Klinikverbund Südwest GmbH und Oberbürgermeister Martin Kaufmann.
Bei den Reden waren die Meinungsverschiedenheiten auch deutlich zu hören. Nach den Unterschriften und dem verstauen der Dokumente mussten OB Martin Kaufmann, Landrat Roland Bernhard und Geschäftsführer Josef Hoen noch dreimal auf den Grundstein hauen.
Jetzt konnte der Grundstein im Boden versenkt werden. Somit steht den onkologisches Zentrum des Klinikverbunds Südwest in Leonberg nichts mehr im Wege. Oberbürgermeister Martin Kaufmann hofft dabei mit diesem sieben Millionen Projekt den Standort Leonberg zu stärken.

Fotos/Text JoeWö/Helmut Werner

Grundsteinlegung Strahlentherapiezentrum Leonberg