Category Archives: Verschiedenes aus dem Umland

Zwischen Salzhalle und Einsatzleitwagen – Tag der offenen Tür in Magstadt

Blick hinter die Kulissen der neuen Straßenmeisterei Magstadt

Beim Tag der offenen Tür gewährte die neue Straßenmeisterei Magstadt von 10.30 Uhr bis 18 Uhr spannende Einblicke in ihre Arbeit. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, das neue Gelände an der verkehrsgünstig gelegenen B 464 kennenzulernen und einen Blick hinter die Kulissen der modernen Einrichtung zu werfen.

Moderner Standort für den nördlichen Landkreis

Die Straßenmeisterei Magstadt ersetzt die bisherigen Standorte in Leonberg und Weil der Stadt. Von hier aus werden künftig rund 289 Kilometer Straßennetz im nördlichen Teil des Landkreises Böblingen betreut. Dazu gehören außerdem 45 Regenrückhaltebecken, Amphibienschutzanlagen mit einer Gesamtlänge von rund 24 Kilometern sowie drei Straßentunnel. Auch die Radschnellverbindung Böblingen–Stuttgart und rund 150 Bauwerke wie Brücken, Stützwände und Durchlässe an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen fallen in den Aufgabenbereich der neuen Straßenmeisterei.

Fahrzeuge und Technik aus nächster Nähe

Besonders großes Interesse galt den zahlreichen Betriebsfahrzeugen, LKWs und Grünpflege- und Spezialfahrzeugen, die aus nächster Nähe besichtigt werden konnten. Alleine oder im Rahmen einer Führung konnten die Werkstatt-, Fahrzeug- und Salzhallenbereiche besichtigt werden. Eindrucksvoll war dabei die große Salzhalle, in der über 2000 Tonnen Salz gelagert werden können. Aktuell kauft die Straßenmeisterei die benötigten Salzmengen bereits in den Sommermonaten ein — „da ist das Salz günstiger zu bekommen“.

Ebenfalls präsentiert wurden Fahrzeuge des Bevölkerungs- und Veterinärzugs sowie der neue Einsatzleitwagen ELW 2. Dieser ist künftig in der Straßenmeisterei untergebracht.Im Ernstfall kann die Straßenmeisterei autark versorgt sowie die Arbeit des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes von dort aus sichergestellt werden.

Auch die Freiwillige Feuerwehr Magstadt stellte unter anderem einen Unimog vor.

Unterhaltung für die ganze Familie

Neben den technischen Einblicken wurde auch für Familien und Kinder einiges geboten. Während eine Schießbude für Unterhaltung sorgte, konnten Kinder bei Wasserspielen mit dem Feuerwehrschlauch selbst aktiv werden. Diese Wasserspiel-Aktion wurde kostenfrei von der Freiwilligen Feuerwehr Magstadt angeboten.

Für das leibliche Wohl sorgte die Magstadter Vereinsgemeinschaft mit einem vielfältigen Angebot an Speisen und Getränken.

Offizielle Ansprache und Shuttle-Service

Nach der offiziellen Ansprache um 11.30 Uhr durch Landrat Roland Bernhard, Straßenmeisterei-Betriebsleiter Andreas Lier sowie Magstadts Bürgermeister Florian Glock nutzten viele Besucher die Gelegenheit zum Austausch und zur weiteren Besichtigung des Geländes.

Damit Besucher bequem zum Veranstaltungsgelände gelangen konnten, wurde zudem ein Shuttle-Service vom Bahnhof Magstadt sowie von der Maichinger Straße / Ecke Mühlstraße am Brunnen angeboten.

Fotos / Bericht Neuweiler, Wölfling, Helmut Werner

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Rutesheimer Autoschau 2026 zwischen Tradition und Wandel

Rutesheimer Autoschau zwischen Tradition und Wandel

Die 27. Rutesheimer Autoschau lockte am 9. und 10. Mai zahlreiche Besucher in die Innenstadt. Veranstaltet von der Leonberger Kreiszeitung, stand die diesjährige Autoschau ganz im Zeichen moderner Mobilität und neuer Antriebstechnologien. Zwischen Altem und Neuem Rathaus präsentierten Autohäuser ihre neuesten Modelle, während geöffnete Geschäfte, kulinarische Angebote und Mitmachaktionen für reges Treiben sorgten.

Auch die Freiwillige Feuerwehr Rutesheim zog mit einer realitätsnahen Schauübung viele Zuschauer an. Bürgermeister Tobias Pokrop und der Erste Beigeordnete Martin Killinger nutzten die Gelegenheit zum Austausch mit Ausstellern, Vereinen und Besuchern.

Zwischen Tradition und Zukunft

Auf den ersten Blick wirkte vieles vertraut: glänzende Fahrzeuge entlang der gesperrten Leonberger Straße, interessierte Besucher an den Ständen und Gespräche über Ausstattung, Komfort und Preise. Doch in diesem Jahr stand eine andere Frage besonders im Mittelpunkt: Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus?

Elektrofahrzeuge waren auf der Autoschau deutlich präsenter als noch vor wenigen Jahren.

Neue Marken und veränderte Märkte

Besonders sichtbar wurde der Wandel beim Autozentrum Epple, das seit vergangenem Jahr auch die chinesische Marke BYD im Programm führt. Geschäftsführer Jörg Epple sieht vor allem die Batterietechnik des Herstellers als Stärke. Die Nachfrage nach den Fahrzeugen habe ihn überrascht. Vorurteile gegenüber chinesischen Fahrzeugen würden zunehmend schwinden, die Qualität sei inzwischen auf hohem Niveau angekommen.

Andere Händler wie Auto Epple oder das Autohaus Weeber setzen weiterhin auf etablierte Marken wie Opel, Cupra oder Volkswagen, sehen aber ebenfalls den Trend hin zur Elektromobilität. Vor allem gestiegene Kraftstoffpreise hätten Hybrid- und Elektrofahrzeugen zusätzlichen Auftrieb gegeben. Gleichzeitig betonten mehrere Händler, dass viele Kunden weiterhin bewusst unterschiedliche Antriebsarten vergleichen.

Auch kleinere elektrische Fahrzeuge waren vertreten. Joachim Stickel präsentierte kompakte E-Mobile und sogenannte Microcars aus China, wie sie in Italien bereits häufiger im Alltag zu sehen sind.

Zwischen Begeisterung und Skepsis

Bei den Besuchern gingen die Meinungen durchaus auseinander.

Während viele die neuen Elektrofahrzeuge interessiert betrachteten und modernes Design sowie leises Fahren schätzten, zeigten sich andere beeindruckt von Verarbeitung und Technik der neuen Modelle. Aussagen wie „erschreckend gut“ waren dabei mehrfach zu hören. Gleichzeitig war in zahlreichen Gesprächen auch eine gewisse Skepsis spürbar.

Die Sorgen um den Automobilstandort Deutschland und vor allem die Frage, wie vielfältig das Angebot unterschiedlicher Antriebskonzepte künftig noch sein wird, beschäftigten manche Besucher.

Zwischen den vielen Elektroautos, Hybridmodellen und nur noch wenigen klassischen Verbrennern entstand stellenweise der Eindruck, dass sich der Markt derzeit sehr stark in eine Richtung entwickelt. Dabei ging es weniger um eine generelle Ablehnung der Elektromobilität.

Ein Markt im Wandel

Die Autoschau machte damit deutlich, dass sich der Automarkt derzeit in einer Übergangsphase befindet. Elektromobilität gewinnt zunehmend an Bedeutung, dennoch wünschen sich viele weiterhin technologische Offenheit statt einer einseitigen Ausrichtung auf nur eine Antriebsform.

So war die Rutesheimer Autoschau 2026 nicht nur eine Fahrzeugausstellung, sondern auch ein Spiegel einer Branche im Wandel — zwischen Tradition, Innovation und der Frage, wie Mobilität künftig aussehen soll.

Fotos / Bericht Neuweiler, Wölfling, Helmut Werner

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Tobias Pokrop startet offiziell als neuer Rathauschef in Rutesheim

Tobias Pokrop offiziell als neuer Bürgermeister von Rutesheim vereidigt

Jetzt ist es auch offiziell.
Tobias Pokrop ist neuer Bürgermeister der Stadt Rutesheim. Am Freitagabend, 8. Mai 2026, wurde er im Rahmen einer öffentlichen Gemeinderatssitzung in der Aula des Schulzentrums feierlich vereidigt.

Viele Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter aus Politik, Verwaltung, Vereinen, Schulen und Kirchen waren bei der Amtseinsetzung dabei. Begleitet wurde der Abend musikalisch vom Musikverein Rutesheim.

Viel Erfahrung im Rathaus

Der 48-Jährige war zuvor 13 Jahre Bürgermeister in Riederich im Kreis Reutlingen. Insgesamt bringt Pokrop mehr als 20 Jahre Verwaltungserfahrung mit nach Rutesheim. Bereits bei der Stichwahl im Februar hatte er sich gegen Bettina Beck durchgesetzt.

In mehreren Reden wurde deutlich, wie anspruchsvoll das Bürgermeisteramt inzwischen geworden ist. Landrat Roland Bernhard sprach von großen Erwartungen und vielen Aufgaben, die heute auf einen Rathauschef zukommen.

Große Aufgaben warten

Auch die Themen, die Rutesheim in den kommenden Jahren beschäftigen werden, kamen zur Sprache. Genannt wurden unter anderem das Wärmenetz, die Vermarktung der Bosch-Bauflächen und das Gewerbegebiet Gebersheimer Weg.

Gleichzeitig stehen in der Verwaltung personelle Veränderungen an. Mehrere langjährige Führungskräfte gehen in den Ruhestand – darunter Stadtbaumeister Bernhard Dieterle-Bard und Ende des Jahres auch Erster Beigeordneter Martin Killinger.

Pokrop spricht von Respekt und Verantwortung

In seiner Rede zeigte sich Tobias Pokrop dankbar für den Empfang in Rutesheim. Er sprach von einer großen Aufgabe, die er mit „Demut, Dankbarkeit und viel Elan“ angehen wolle.

Bewährtes wolle er fortführen, gleichzeitig aber auch neue Impulse setzen. Wichtig sei ihm dabei ein realistischer Blick auf das Machbare. Gemeinsam mit Verwaltung, Gemeinderat und Bürgerschaft wolle er die Stadt weiterentwickeln.

Zum Abschluss sagte Pokrop: „Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, Rutesheim zum starken Motor der Region zu machen.“

Fotos / Bericht Neuweiler, Wölfling, Helmut Werner

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Verabschiedung einer engagierte und erfolgreichen Bürgermeisterin von Rutesheim – Susanne Widmaier

Ein Abschied mit viel Herz

Die engagierte und erfolgreiche Bürgermeisterin Susanne Widmaier trat nicht erneut zur Wahl an. In der Stichwahl setzte sich Tobias Pokrop als ihr Nachfolger durch. Am 26. März 2026 wurde Widmaier im Rahmen eines feierlichen Festakts verabschiedet. Ihr Nachfolger trat sein Amt offiziell am 1. April an.

Stehende Ovationen und großer Dank

Mit langanhaltendem Applaus und stehenden Ovationen wurde Susanne Widmaier nach acht Jahren im Amt verabschiedet. Die Aula des Schulzentrums war bis auf den letzten Platz gefüllt.  Ein sichtbares Zeichen der großen Wertschätzung. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich persönlich zu verabschieden und Danke zu sagen. Die Atmosphäre war herzlich und von spürbarer Dankbarkeit geprägt.

Widmaier hatte sich aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen bewusst gegen eine erneute Kandidatur entschieden – ein Schritt, der auch vielfach mit Respekt aufgenommen wurde.

Würdigung und persönliche Worte

In den Redebeiträgen wurde ihr Wirken für die Stadt gewürdigt. Engagement, Verlässlichkeit und eine klare Haltung prägten ihre Amtszeit. Vertreterinnen und Vertreter aus Schulen, Kirchen, Vereinen und Verwaltung fanden persönliche Worte des Dankes.

Eine besonders persönliche Note erhielt der Abend durch viele kleine Begegnungen am Rande der Veranstaltung, Händedrücke, kurze Gespräche und Erinnerungen an gemeinsame Projekte zeigten, wie nahbar Susanne Widmaier ihr Amt geführt hatte.

„Verwaltung kann mehr sein“

In ihrer Ansprache zeigte sich Widmaier sichtlich bewegt:
„Wenn ich auf diese intensive Zeit zurückblickte, wurde mir erst bewusst, wie viel wir gemeinsam erreicht haben.“ Ihr Dank galt besonders ihrem Team im Rathaus:
„Wir haben gezeigt, dass Verwaltung mehr sein kann als reines Verwalten, nämlich ein Ort, an dem Menschen gerne arbeiten und gemeinsam etwas bewegen.“

Mit Blick auf die Zukunft sagte sie, sie gehe mit großer Dankbarkeit und Respekt vor dem, was gemeinsam erreicht worden sei. Ihr abschließender Dank galt dem Gemeinderat, den Vereinen und vor allem den Bürgerinnen und Bürgern:
„Am wichtigsten sind die Menschen, mit denen ich diesen Weg teilen durfte.“

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Fotos / Bericht Helmut Werner, Wölfling, Neuweiler

Rutesheim – Spatenstich zur Erweiterung des Kinderhort in der Hindenburgstraße

Am 23. Februar 2026 hat die Stadt Rutesheim den Spatenstich für die Erweiterung des Kinderhorts in der Hindenburgstraße gesetzt. Hintergrund ist der ab September 2026 geltende Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Selbst bei einer Betreuungsquote von 50 Prozent müssten künftig rund 145 Kinder untergebracht werden – der bestehende Hort reicht dafür nicht aus.

Mehr Platz für den Rechtsanspruch

Für den Neubau werden die Gebäude Hindenburgstraße 1 und 3 seit dem 19. Januar abgebrochen. Für die Arbeiten waren etwa vier Wochen geplant. Auf dem Grundstück entstehen im Erd- und Obergeschoss sieben Gruppen- und Nebenräume mit insgesamt 710 Quadratmetern Nutzfläche, im Dachgeschoss drei Wohnungen.

Diskussion um den Altbau

Bildung und Betreuung für die Kinder haben in Rutesheim einen hohen Stellenwert.
Bei Zukunftsprojekten lieber nach vorne schauen.
Nicht alle Gemeinderäte begrüßten den Abriss des ehemaligen Lehrerwohngebäudes und bedauerten den Verlust historischer Substanz im Ortskern. Die Stadt verweist jedoch auf die bessere Eignung des Standorts in unmittelbarer Schulnähe.

Förderung durch das Land

Das Land Baden-Württemberg fördert den Hortneubau mit 70 Prozent der Baukosten.

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Bericht / Fotos Neuweiler, Wölfling, Helmut Werner