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Rutesheimer Autoschau 2026 zwischen Tradition und Wandel

Rutesheimer Autoschau zwischen Tradition und Wandel

Die 27. Rutesheimer Autoschau lockte am 9. und 10. Mai zahlreiche Besucher in die Innenstadt. Veranstaltet von der Leonberger Kreiszeitung, stand die diesjährige Autoschau ganz im Zeichen moderner Mobilität und neuer Antriebstechnologien. Zwischen Altem und Neuem Rathaus präsentierten Autohäuser ihre neuesten Modelle, während geöffnete Geschäfte, kulinarische Angebote und Mitmachaktionen für reges Treiben sorgten.

Auch die Freiwillige Feuerwehr Rutesheim zog mit einer realitätsnahen Schauübung viele Zuschauer an. Bürgermeister Tobias Pokrop und der Erste Beigeordnete Martin Killinger nutzten die Gelegenheit zum Austausch mit Ausstellern, Vereinen und Besuchern.

Zwischen Tradition und Zukunft

Auf den ersten Blick wirkte vieles vertraut: glänzende Fahrzeuge entlang der gesperrten Leonberger Straße, interessierte Besucher an den Ständen und Gespräche über Ausstattung, Komfort und Preise. Doch in diesem Jahr stand eine andere Frage besonders im Mittelpunkt: Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus?

Elektrofahrzeuge waren auf der Autoschau deutlich präsenter als noch vor wenigen Jahren.

Neue Marken und veränderte Märkte

Besonders sichtbar wurde der Wandel beim Autozentrum Epple, das seit vergangenem Jahr auch die chinesische Marke BYD im Programm führt. Geschäftsführer Jörg Epple sieht vor allem die Batterietechnik des Herstellers als Stärke. Die Nachfrage nach den Fahrzeugen habe ihn überrascht. Vorurteile gegenüber chinesischen Fahrzeugen würden zunehmend schwinden, die Qualität sei inzwischen auf hohem Niveau angekommen.

Andere Händler wie Auto Epple oder das Autohaus Weeber setzen weiterhin auf etablierte Marken wie Opel, Cupra oder Volkswagen, sehen aber ebenfalls den Trend hin zur Elektromobilität. Vor allem gestiegene Kraftstoffpreise hätten Hybrid- und Elektrofahrzeugen zusätzlichen Auftrieb gegeben. Gleichzeitig betonten mehrere Händler, dass viele Kunden weiterhin bewusst unterschiedliche Antriebsarten vergleichen.

Auch kleinere elektrische Fahrzeuge waren vertreten. Joachim Stickel präsentierte kompakte E-Mobile und sogenannte Microcars aus China, wie sie in Italien bereits häufiger im Alltag zu sehen sind.

Zwischen Begeisterung und Skepsis

Bei den Besuchern gingen die Meinungen durchaus auseinander.

Während viele die neuen Elektrofahrzeuge interessiert betrachteten und modernes Design sowie leises Fahren schätzten, zeigten sich andere beeindruckt von Verarbeitung und Technik der neuen Modelle. Aussagen wie „erschreckend gut“ waren dabei mehrfach zu hören. Gleichzeitig war in zahlreichen Gesprächen auch eine gewisse Skepsis spürbar.

Die Sorgen um den Automobilstandort Deutschland und vor allem die Frage, wie vielfältig das Angebot unterschiedlicher Antriebskonzepte künftig noch sein wird, beschäftigten manche Besucher.

Zwischen den vielen Elektroautos, Hybridmodellen und nur noch wenigen klassischen Verbrennern entstand stellenweise der Eindruck, dass sich der Markt derzeit sehr stark in eine Richtung entwickelt. Dabei ging es weniger um eine generelle Ablehnung der Elektromobilität.

Ein Markt im Wandel

Die Autoschau machte damit deutlich, dass sich der Automarkt derzeit in einer Übergangsphase befindet. Elektromobilität gewinnt zunehmend an Bedeutung, dennoch wünschen sich viele weiterhin technologische Offenheit statt einer einseitigen Ausrichtung auf nur eine Antriebsform.

So war die Rutesheimer Autoschau 2026 nicht nur eine Fahrzeugausstellung, sondern auch ein Spiegel einer Branche im Wandel — zwischen Tradition, Innovation und der Frage, wie Mobilität künftig aussehen soll.

Fotos / Bericht Neuweiler, Wölfling, Helmut Werner

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Tobias Pokrop startet offiziell als neuer Rathauschef in Rutesheim

Tobias Pokrop offiziell als neuer Bürgermeister von Rutesheim vereidigt

Jetzt ist es auch offiziell.
Tobias Pokrop ist neuer Bürgermeister der Stadt Rutesheim. Am Freitagabend, 8. Mai 2026, wurde er im Rahmen einer öffentlichen Gemeinderatssitzung in der Aula des Schulzentrums feierlich vereidigt.

Viele Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter aus Politik, Verwaltung, Vereinen, Schulen und Kirchen waren bei der Amtseinsetzung dabei. Begleitet wurde der Abend musikalisch vom Musikverein Rutesheim.

Viel Erfahrung im Rathaus

Der 48-Jährige war zuvor 13 Jahre Bürgermeister in Riederich im Kreis Reutlingen. Insgesamt bringt Pokrop mehr als 20 Jahre Verwaltungserfahrung mit nach Rutesheim. Bereits bei der Stichwahl im Februar hatte er sich gegen Bettina Beck durchgesetzt.

In mehreren Reden wurde deutlich, wie anspruchsvoll das Bürgermeisteramt inzwischen geworden ist. Landrat Roland Bernhard sprach von großen Erwartungen und vielen Aufgaben, die heute auf einen Rathauschef zukommen.

Große Aufgaben warten

Auch die Themen, die Rutesheim in den kommenden Jahren beschäftigen werden, kamen zur Sprache. Genannt wurden unter anderem das Wärmenetz, die Vermarktung der Bosch-Bauflächen und das Gewerbegebiet Gebersheimer Weg.

Gleichzeitig stehen in der Verwaltung personelle Veränderungen an. Mehrere langjährige Führungskräfte gehen in den Ruhestand – darunter Stadtbaumeister Bernhard Dieterle-Bard und Ende des Jahres auch Erster Beigeordneter Martin Killinger.

Pokrop spricht von Respekt und Verantwortung

In seiner Rede zeigte sich Tobias Pokrop dankbar für den Empfang in Rutesheim. Er sprach von einer großen Aufgabe, die er mit „Demut, Dankbarkeit und viel Elan“ angehen wolle.

Bewährtes wolle er fortführen, gleichzeitig aber auch neue Impulse setzen. Wichtig sei ihm dabei ein realistischer Blick auf das Machbare. Gemeinsam mit Verwaltung, Gemeinderat und Bürgerschaft wolle er die Stadt weiterentwickeln.

Zum Abschluss sagte Pokrop: „Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, Rutesheim zum starken Motor der Region zu machen.“

Fotos / Bericht Neuweiler, Wölfling, Helmut Werner

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Rutesheim – Spatenstich zur Erweiterung des Kinderhort in der Hindenburgstraße

Am 23. Februar 2026 hat die Stadt Rutesheim den Spatenstich für die Erweiterung des Kinderhorts in der Hindenburgstraße gesetzt. Hintergrund ist der ab September 2026 geltende Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Selbst bei einer Betreuungsquote von 50 Prozent müssten künftig rund 145 Kinder untergebracht werden – der bestehende Hort reicht dafür nicht aus.

Mehr Platz für den Rechtsanspruch

Für den Neubau werden die Gebäude Hindenburgstraße 1 und 3 seit dem 19. Januar abgebrochen. Für die Arbeiten waren etwa vier Wochen geplant. Auf dem Grundstück entstehen im Erd- und Obergeschoss sieben Gruppen- und Nebenräume mit insgesamt 710 Quadratmetern Nutzfläche, im Dachgeschoss drei Wohnungen.

Diskussion um den Altbau

Bildung und Betreuung für die Kinder haben in Rutesheim einen hohen Stellenwert.
Bei Zukunftsprojekten lieber nach vorne schauen.
Nicht alle Gemeinderäte begrüßten den Abriss des ehemaligen Lehrerwohngebäudes und bedauerten den Verlust historischer Substanz im Ortskern. Die Stadt verweist jedoch auf die bessere Eignung des Standorts in unmittelbarer Schulnähe.

Förderung durch das Land

Das Land Baden-Württemberg fördert den Hortneubau mit 70 Prozent der Baukosten.

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Bericht / Fotos Neuweiler, Wölfling, Helmut Werner

Rathaussturm in Rutesheim mit den Gumpa-Hexen – 12.2.2026

Rathaussturm in Rutesheim
Gumpa-Hexa übernamen das Kommando

Am Schmotzigen Donnerstag haben die Ruademser Gumpa-Hexa das Rutesheimer Rathaus gestürmt und damit die Fasnet offiziell eingeläutet. Für ein paar Stunden war im Verwaltungsgebäude nichts mehr so, wie es sonst in einem Rathaus üblich ist, die Narren übernahmen das Regiment.

Mit lautem Hexenruf rückten die Hästrägerinnen und Hästräger um Bürgermeisterin Susanne Widmaier sowie den Ersten Beigeordneten Martin Killinger aus ihren Amtsstuben zu jagen. Ganz kampflos geschah das allerdings nicht. Die vor der Rathaustür in „Schaffer-Uniform“ postierte Verwaltungsmannschaft verteidigte ihre Chefin und ihren Chef nach Kräften, letztlich jedoch ohne Erfolg.

Letzter Rathaussturm für die Rathausspitze

Besonders emotional war der diesjährige Sturm, denn es war der letzte für Widmaier und Killinger. Beide scheiden 2026 aus dem Amt. Entsprechend aufmerksam lauschten sie den Anklagepunkten, die die Gumpa-Hexa trotz Schmuddelwetters lautstark auf dem Rathausplatz vortrugen.

Ins Visier nahmen die Narren mehrere Großprojekte der Stadt. Bauvorhaben wie Wärmenetz und vor allem die neue Kläranlage. Diese bekam ihr Fett weg – zu teuer, zu technisch, und der Klärschlamm womöglich bald als Wellnessprodukt? „Schlamm isch gut für Haut und Haar“, witzelten die Hexen unter dem Applaus der Zuschauer.

Auch die Diskussion um Beschattung im Ortskern wurde närrisch aufgegriffen. Während die Verwaltung plant, setzen die Hexen lieber auf die schnelle Lösung, Sonnenschirm auf, fertig. Narrensicher und kostengünstig.

Kritik gab es zudem an den aus Sicht der Hexen. Schleppenden Planungen für das neue Wohnquartier auf dem ehemaligen Bosch-Areal.

Verbannung auf die Baustelle

Am Ende wurden Bürgermeisterin und Erster Beigeordneter symbolisch ihrer Macht enthoben und auf dem Rathausplatz sogar in eine abgesperrte Baustelle verbannt. Die Narren hatten nun offiziell das Sagen.

Am Ende viel Gelächter, spitze Worte und ein Rathaus, das für einige Stunden Kopf stand. Widmaier und Killinger meisterten ihren letzten Rathaussturm mit sichtlicher Routine – und einer ordentlichen Portion Humor. Danach wurde im Rathaus weitergefeiert.

Bericht / Fotos Neuweiler, Wölfling

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neues auf meiner Seite – nx.werner-sindelfingen.de

Adventsmarkt in Rutesheim lockt zahlreiche Besucher an 29. November 2025

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