Sindelfingen/Maichingen – Fahrzeugbrand am Sonntag 26.7.2026

Heiße Auspuffanlage setzt Grünfläche und Fahrzeuge in Brand

(Quelle Pressebericht Polizeipräsidium Ludwigsburg)

Fünf beschädigte Fahrzeuge, eine beschädigte Ackerfläche und ein Sachschaden von knapp 50.000 Euro sind die Bilanz eines Brandes am westlichen Ortsrand von Maichingen.

Anlässlich eines Festumzugs waren mehrere Fahrzeuge auf einem Feldweg im Bereich des Kreisverkehrs zwischen der Pforzheimer Straße und der Darmsheimer Straße abgestellt. Dort gerieten zunächst ein Smart und ein Mazda in Brand.

Nach derzeitigen Ermittlungen kommt eine heiße Auspuffanlage als Brandursache infrage. Diese dürfte die trockene Grün- und Ackerfläche unterhalb eines der Fahrzeuge entzündet haben. Die Flammen breiteten sich anschließend auf die beiden Fahrzeuge aus.

Durch das Feuer wurden zudem ein Ford, ein VW und ein Suzuki beschädigt. Auch eine angrenzende Ackerfläche wurde durch die Flammen in Mitleidenschaft gezogen.

Die Feuerwehr konnte den Brand rasch unter Kontrolle bringen und ein weiteres Ausbreiten der Flammen verhindern. Verletzt wurde niemand. Der Smart und der Mazda waren nicht mehr zu retten und brannten vollständig aus.

Fotos / Bericht Helmut Werner, Wölfling

Festwochenende 150 Jahre Feuerwehr Maichingen – Sonntag „Festumzug“

 

150 Jahre Feuerwehr Maichingen: Großer Festumzug begeistert zahlreiche Zuschauer

Tradition, Feuerwehrgeschichte und gelebte Gemeinschaft standen am Sonntag in Maichingen im Mittelpunkt. Anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Feuerwehr Maichingen wurde mit einem ökumenischen Gottesdienst, dem großen Festumzug und dem Kreisfeuerwehrtag der Höhepunkt des dreitägigen Jubiläumswochenendes gefeiert.

Zahlreiche Helfer hatten das Festgelände rund um die Turn- und Festhalle bereits im Vorfeld vorbereitet. Festzelt, Bar, Küche, Bühne und verschiedene Versorgungsbereiche waren für die Besucher eingerichtet. Der große Festumzug am Sonntagnachmittag bildete schließlich einen der Höhepunkte des Jubiläums.

76 Gruppen ziehen durch Maichingen

Um 13.30 Uhr setzte sich der große Festumzug mit insgesamt 76 Gruppen in Bewegung. Zahlreiche Gastfeuerwehren aus dem Landkreis Böblingen und der Umgebung waren nach Maichingen gekommen. Begleitet wurde der Umzug von verschiedenen Musikkapellen, Spielmannszügen und Vereinen.

Entlang der Umzugsstrecke hatten sich zahlreiche Zuschauer versammelt, um die vorbeiziehenden Gruppen und Fahrzeuge zu verfolgen. Dabei bot der Umzug einen abwechslungsreichen Mix aus Feuerwehrgeschichte, moderner Einsatztechnik, Musik und Vereinsleben.

Besonders eindrucksvoll waren die zahlreichen historischen Feuerwehrfahrzeuge und Gerätschaften. Zu sehen waren unter anderem alte Hydrophore, historische Feuerwehrleitern und verschiedene Einsatzfahrzeuge aus vergangenen Jahrzehnten. Ein Pferdegespann mit einem Hydrophor der Feuerwehr Maichingen aus dem Jahr 1885 erinnerte an die Anfänge der Brandbekämpfung. Auch ein historischer Hydrantenwagen aus dem Jahr 1912 war Teil des Umzugs.

Weitere historische Fahrzeuge sorgten für Aufmerksamkeit, darunter eine Mercedes-Benz Kraftfahrspritze aus dem Jahr 1933, ein Porsche-Traktor mit Tragkraftspritzenanhänger aus dem Jahr 1956 sowie verschiedene Opel-Blitz- und Mercedes-Benz-Fahrzeuge aus den 1950er-Jahren.

Feuerwehr, Musik und Vereine

Neben den zahlreichen Feuerwehren aus der Region beteiligten sich auch Jugendfeuerwehren, Musikkapellen und weitere Vereine am Festzug. Mit dabei waren unter anderem Abteilungen der Feuerwehr Stuttgart, Feuerwehren aus dem Landkreis Böblingen sowie Gastwehren aus der näheren Umgebung.

Für die musikalische Begleitung sorgten zahlreiche Musikvereine, Stadtkapellen, Spielmannszüge und Feuerwehr-Musikkapellen. Auch örtliche Vereine und Gruppen präsentierten sich beim Jubiläumsumzug.

Ein besonderer Bestandteil des Festzugs waren zudem die Jugendfeuerwehren. Sie machten deutlich, dass die Feuerwehr nicht nur auf ihre lange Geschichte zurückblickt, sondern auch auf die nächste Generation setzt.

Kreisfeuerwehrtag und „Oktoberfäschd“

Nach dem Festumzug ging das Programm auf dem Festgelände weiter. Beim Kreisfeuerwehrtag standen unter anderem der Fahneneinmarsch und die Übergabe der Leistungsabzeichen auf dem Programm.

Ab 16.30 Uhr folgte schließlich der stimmungsvolle Abschluss des Jubiläumswochenendes. Die Musikkapelle Maichingen lud zum „Oktoberfäschd“ ins Festzelt ein und sorgte mit Musik für eine ausgelassene Festzeltstimmung.

Damit ging ein ereignisreiches dreitägiges Festwochenende zum 150-jährigen Bestehen der Feuerwehr Maichingen zu Ende. Der große Festumzug zeigte dabei eindrucksvoll, wie eng Feuerwehr, Vereine, Musik und Gemeinschaft in Maichingen und der Region miteinander verbunden sind.

Bericht/ Fotos Wölfling, Helmut Werner

Umzugaufstellung

01 Polizei
02 Fahne Feuerwehr Maichingen
03 Festreiter, Reit- und Fahrverein Maichingen
04 Feuerreiter, Swen Hoppe
05 Musikkapelle Maichingen
06 Altes Rathäusle Maichingen
07 Pferdekutschen mit Ehrenmitgliedern der Feuerwehr Maichingen
08 Freiwillige Feuerwehr Stuttgart Abt. Büsnau
09 Freiwillige Feuerwehr Bitterfeld-Wolfen Abt. Bobbau
10 Altes Schulhaus Maichingen, Cora und Walter Müller
11 Jugendfeuerwehren Teil I
12 Pferdegespann mit Hydrophor Feuerwehr Maichingen (BJ 1885)
13 Pferdegespann mit Hydrophor Feuerwehr Sindelfingen
14 Schalmeienzug Leonberg
15 Feuerwehr Leonberg
16 Freiwillige Feuerwehr Magstadt
17 Hydrophor mit Traktor, Freiwillige Feuerwehr Magstadt
18 Freiwillige Feuerwehr Renningen
19 Schlauchwagen, Freiwillige Feuerwehr Renningen
20 Musikverein Malmsheim
21 Freiwillige Feuerwehr Weil der Stadt
22 Freiwillige Feuerwehr Rutesheim
23 Porschetraktor mit Kastenanhänger, Freiwillige Feuerwehr Rutesheim
24 Freiwillige Feuerwehr Weissach 24
25 Laurentiuskirche Maichingen, Matthias Raith 25
26 Posaunenchor CVJM Maichingen, Hannes Kemmler 26
27 Jugendfeuerwehren Teil II 27
28 Hydrantenwagen Feuerwehr Maichingen (BJ 1912) 28
29 Historischer Leiterwagen, Fam. Lokodi 29
30 Historische Feuerwehrleiter (BJ 1920), Dauerleihgabe der Werkfeuerwehr Allweiler, Marco Obermüller
31 Werkfeuerwehr Allweiler
32 Musikverein Mötzingen
33 Freiwillige Feuerwehr Mötzingen
34 Freiwillige Feuerwehr Deckenpfronn
35 Historische Sanitätsgruppe, DRK Sindelfingen
36 Freiwillige Feuerwehr Bondorf
37 Musikverein Öschelbronn
38 Freiwillige Feuerwehr Gäufelden
39 Feuerwehr Herrenberg
40 Freiwillige Feuerwehr Nufringen
41 Musikverein Nufringen
42 Freiwillige Feuerwehr Jettingen
43 Jugendfeuerwehren Teil III
44 Mercedes-Benz Kraftfahrspritze KS 20 Typ L 64 (BJ 1933), Werkfeuerwehr Mercedes-Benz
45 Porsche Traktor mit Tragkraftspritzenanhänger (BJ 1956), Fam. Erhardt
46 Freiwillige Feuerwehr Steinenbronn
47 Feuerwehr-Musikkapelle Dagersheim
48 Feuerwehr Böblingen
49 Freiwillige Feuerwehr Schönaich
50 Trachtengruppe der Siebenbürger Sachsen Kreis Böblingen
51 Freiwillige Feuerwehr Waldenbuch
52 Freiwillige Feuerwehr Hildrizhausen
53 Stadtkapelle Herrenberg
54 Freiwillige Feuerwehr Holzgerlingen
55 Freiwillige Feuerwehr Altdorf
56 Steyr Mannschaftswagen (BJ 1950), Freiwillige Feuerwehr Weil im Schönbuch
57 Freiwillige Feuerwehr Weil im Schönbuch
58 Jugendfeuerwehren Teil IV
59 Opel Blitz, Wolfgang Leibfried (BJ 1958)
60 Spielmannszug Ehningen
61 Freiwillige Feuerwehr Ehningen
62 Historische Feuerwehrgeräte, Freiwillige Feuerwehr Ehningen
63 Freiwillige Feuerwehr Gärtringen
64 Opel-Blitz, Freiwillige Feuerwehr Gärtringen
65 Mercedes-Benz Drehleiter DL 18 Typ L 311 (BJ 1958), WF MB
66 Werkfeuerwehr Mercedes-Benz
67 Musikverein Grafenau
68 Freiwillige Feuerwehr Grafenau
69 ydrophor mit Traktor, Freiwillige Feuerwehr Grafenau
70 Freiwillige Feuerwehr Aidlingen
71 LF 16 (BJ 1956), Feuerwehr Stadt Sindelfingen
72 Stadtkapelle Sindelfingen
73 Feuerwehr Stadt Sindelfingen
74 Jugendfeuerwehr Sindelfingen mit aktuellen Einsatzuniformen
75 TLF 4000 (BJ 2025), Feuerwehr Stadt Sindelfingen
76 DRK Maichingen

 

 

 

 

Festwochenende 150 Jahre Feuerwehr Maichingen – Blaulicht, Rummel und Live-Musik

150 Jahre Feuerwehr Maichingen Blaulicht, Rummel und Live-Musik beim Jubiläumsfest

Die Feuerwehr Maichingen feiert in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen. Von Freitag, 24. Juli, bis Sonntag, 26. Juli 2026, steht Maichingen ganz im Zeichen des großen Jubiläums. Rund um die Turn- und Festhalle sorgen Festzelt, Bier- und Weingarten, Rummelplatz, Live-Musik und zahlreiche Programmpunkte für ein abwechslungsreiches Festwochenende.

Freitag: Auftakt auf dem Maichinger Festplatz

Bereits am Freitag startete das Jubiläumswochenende mit einem abwechslungsreichen Programm. Auf dem Festplatz luden Festzelt, Bier- und Weingarten sowie der Rummelplatz zum gemeinsamen Feiern ein.

Für musikalische Unterhaltung sorgte unter anderem LaBrassBanda. DJ TURI übernahm anschließend und sorgte für Stimmung im Festzelt bis zum Ende.

Samstag: Blaulichtmeile, Feuerwehraktionen und Live-Musik

Am Samstag stand die Feuerwehr mit zahlreichen Aktionen im Mittelpunkt. Auf der Blaulichtmeile konnten Besucher Fahrzeuge von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst aus nächster Nähe erleben. Ergänzt wurde das Angebot durch Vorführungen, Informationsstände und verschiedene Mitmachangebote.

Ein besonderer Publikumsmagnet war der Überschlagssimulator.
Parallel dazu stellten sich Feuerwehrgruppen dem Leistungsabzeichen des Landes. Bei der standardisierten Prüfung zeigten die Einsatzkräfte ihr Können und absolvierten verschiedene Einsatzabläufe unter realitätsnahen Bedingungen.

Auch abseits der Feuerwehraktionen war auf dem Festplatz einiges geboten. Der Rummelplatz lockte mit seinen Fahrgeschäften und Attraktionen zahlreiche Besucher an und sorgte insbesondere bei Familien für Unterhaltung.

Am Samstagabend wurde es im Festzelt schließlich musikalisch.  Es sorgte die Green-Day-Tributeband Whatsername und ab 19.30 Uhr die Deutsch-Punk-Coverband „Die Toten Ärzte“ für ordentlich Stimmung. DJ TURI beendete dann den Abend und machte das Festzelt zur Partyzone.

Bericht / Fotos Helmut Werner

„Die toten Ärzte“

Rummelplatz nachts

Sonntag: Großer Festumzug zum Abschluss

Am Sonntag folgt mit dem großen Festumzug ein weiterer Höhepunkt des Jubiläumswochenendes. Insgesamt 76 Gruppen und ca. rund 1700 Teilnehmern werden dabei durch Maichingen ziehen.

Zum Abschluss lädt die Musikkapelle Maichingen dann zum „Oktoberfäschd“ ein.

Über den großen Festumzug berichten wir in einem eigenen Beitrag ausführlich.

 

 

Zwischen Salzhalle und Einsatzleitwagen – Tag der offenen Tür in Magstadt

Blick hinter die Kulissen der neuen Straßenmeisterei Magstadt

Beim Tag der offenen Tür gewährte die neue Straßenmeisterei Magstadt von 10.30 Uhr bis 18 Uhr spannende Einblicke in ihre Arbeit. Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, das neue Gelände an der verkehrsgünstig gelegenen B 464 kennenzulernen und einen Blick hinter die Kulissen der modernen Einrichtung zu werfen.

Moderner Standort für den nördlichen Landkreis

Die Straßenmeisterei Magstadt ersetzt die bisherigen Standorte in Leonberg und Weil der Stadt. Von hier aus werden künftig rund 289 Kilometer Straßennetz im nördlichen Teil des Landkreises Böblingen betreut. Dazu gehören außerdem 45 Regenrückhaltebecken, Amphibienschutzanlagen mit einer Gesamtlänge von rund 24 Kilometern sowie drei Straßentunnel. Auch die Radschnellverbindung Böblingen–Stuttgart und rund 150 Bauwerke wie Brücken, Stützwände und Durchlässe an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen fallen in den Aufgabenbereich der neuen Straßenmeisterei.

Fahrzeuge und Technik aus nächster Nähe

Besonders großes Interesse galt den zahlreichen Betriebsfahrzeugen, LKWs und Grünpflege- und Spezialfahrzeugen, die aus nächster Nähe besichtigt werden konnten. Alleine oder im Rahmen einer Führung konnten die Werkstatt-, Fahrzeug- und Salzhallenbereiche besichtigt werden. Eindrucksvoll war dabei die große Salzhalle, in der über 2000 Tonnen Salz gelagert werden können. Aktuell kauft die Straßenmeisterei die benötigten Salzmengen bereits in den Sommermonaten ein — „da ist das Salz günstiger zu bekommen“.

Ebenfalls präsentiert wurden Fahrzeuge des Bevölkerungs- und Veterinärzugs sowie der neue Einsatzleitwagen ELW 2. Dieser ist künftig in der Straßenmeisterei untergebracht.Im Ernstfall kann die Straßenmeisterei autark versorgt sowie die Arbeit des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes von dort aus sichergestellt werden.

Auch die Freiwillige Feuerwehr Magstadt stellte unter anderem einen Unimog vor.

Unterhaltung für die ganze Familie

Neben den technischen Einblicken wurde auch für Familien und Kinder einiges geboten. Während eine Schießbude für Unterhaltung sorgte, konnten Kinder bei Wasserspielen mit dem Feuerwehrschlauch selbst aktiv werden. Diese Wasserspiel-Aktion wurde kostenfrei von der Freiwilligen Feuerwehr Magstadt angeboten.

Für das leibliche Wohl sorgte die Magstadter Vereinsgemeinschaft mit einem vielfältigen Angebot an Speisen und Getränken.

Offizielle Ansprache und Shuttle-Service

Nach der offiziellen Ansprache um 11.30 Uhr durch Landrat Roland Bernhard, Straßenmeisterei-Betriebsleiter Andreas Lier sowie Magstadts Bürgermeister Florian Glock nutzten viele Besucher die Gelegenheit zum Austausch und zur weiteren Besichtigung des Geländes.

Damit Besucher bequem zum Veranstaltungsgelände gelangen konnten, wurde zudem ein Shuttle-Service vom Bahnhof Magstadt sowie von der Maichinger Straße / Ecke Mühlstraße am Brunnen angeboten.

Fotos / Bericht Neuweiler, Wölfling, Helmut Werner

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Rutesheimer Autoschau 2026 zwischen Tradition und Wandel

Rutesheimer Autoschau zwischen Tradition und Wandel

Die 27. Rutesheimer Autoschau lockte am 9. und 10. Mai zahlreiche Besucher in die Innenstadt. Veranstaltet von der Leonberger Kreiszeitung, stand die diesjährige Autoschau ganz im Zeichen moderner Mobilität und neuer Antriebstechnologien. Zwischen Altem und Neuem Rathaus präsentierten Autohäuser ihre neuesten Modelle, während geöffnete Geschäfte, kulinarische Angebote und Mitmachaktionen für reges Treiben sorgten.

Auch die Freiwillige Feuerwehr Rutesheim zog mit einer realitätsnahen Schauübung viele Zuschauer an. Bürgermeister Tobias Pokrop und der Erste Beigeordnete Martin Killinger nutzten die Gelegenheit zum Austausch mit Ausstellern, Vereinen und Besuchern.

Zwischen Tradition und Zukunft

Auf den ersten Blick wirkte vieles vertraut: glänzende Fahrzeuge entlang der gesperrten Leonberger Straße, interessierte Besucher an den Ständen und Gespräche über Ausstattung, Komfort und Preise. Doch in diesem Jahr stand eine andere Frage besonders im Mittelpunkt: Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus?

Elektrofahrzeuge waren auf der Autoschau deutlich präsenter als noch vor wenigen Jahren.

Neue Marken und veränderte Märkte

Besonders sichtbar wurde der Wandel beim Autozentrum Epple, das seit vergangenem Jahr auch die chinesische Marke BYD im Programm führt. Geschäftsführer Jörg Epple sieht vor allem die Batterietechnik des Herstellers als Stärke. Die Nachfrage nach den Fahrzeugen habe ihn überrascht. Vorurteile gegenüber chinesischen Fahrzeugen würden zunehmend schwinden, die Qualität sei inzwischen auf hohem Niveau angekommen.

Andere Händler wie Auto Epple oder das Autohaus Weeber setzen weiterhin auf etablierte Marken wie Opel, Cupra oder Volkswagen, sehen aber ebenfalls den Trend hin zur Elektromobilität. Vor allem gestiegene Kraftstoffpreise hätten Hybrid- und Elektrofahrzeugen zusätzlichen Auftrieb gegeben. Gleichzeitig betonten mehrere Händler, dass viele Kunden weiterhin bewusst unterschiedliche Antriebsarten vergleichen.

Auch kleinere elektrische Fahrzeuge waren vertreten. Joachim Stickel präsentierte kompakte E-Mobile und sogenannte Microcars aus China, wie sie in Italien bereits häufiger im Alltag zu sehen sind.

Zwischen Begeisterung und Skepsis

Bei den Besuchern gingen die Meinungen durchaus auseinander.

Während viele die neuen Elektrofahrzeuge interessiert betrachteten und modernes Design sowie leises Fahren schätzten, zeigten sich andere beeindruckt von Verarbeitung und Technik der neuen Modelle. Aussagen wie „erschreckend gut“ waren dabei mehrfach zu hören. Gleichzeitig war in zahlreichen Gesprächen auch eine gewisse Skepsis spürbar.

Die Sorgen um den Automobilstandort Deutschland und vor allem die Frage, wie vielfältig das Angebot unterschiedlicher Antriebskonzepte künftig noch sein wird, beschäftigten manche Besucher.

Zwischen den vielen Elektroautos, Hybridmodellen und nur noch wenigen klassischen Verbrennern entstand stellenweise der Eindruck, dass sich der Markt derzeit sehr stark in eine Richtung entwickelt. Dabei ging es weniger um eine generelle Ablehnung der Elektromobilität.

Ein Markt im Wandel

Die Autoschau machte damit deutlich, dass sich der Automarkt derzeit in einer Übergangsphase befindet. Elektromobilität gewinnt zunehmend an Bedeutung, dennoch wünschen sich viele weiterhin technologische Offenheit statt einer einseitigen Ausrichtung auf nur eine Antriebsform.

So war die Rutesheimer Autoschau 2026 nicht nur eine Fahrzeugausstellung, sondern auch ein Spiegel einer Branche im Wandel — zwischen Tradition, Innovation und der Frage, wie Mobilität künftig aussehen soll.

Fotos / Bericht Neuweiler, Wölfling, Helmut Werner

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